Exemplarisch wird in diesem Spot gezeigt, wie ein Buch wandert, wie es Neugier weckt, als Erkundung einer neuen Stadt dient  und dabei sogar Städte verbindet, in diesem Fall Berlin und Breslau.

 

Bibliotheken

Die Bibliothek hat  Alan Durning (1996) als eines von sieben Weltwundern der Nachhaltigkeit bezeichnet. Ihr soziales Geschäftsmodell besteht darin, Bücher in Stadtbüchereien, Universitäts- oder Staatsbibliotheken an Berechtigte zu verleihen. Sie müssen zurückgebracht, um neu verliegen zu werden. Ein Kreislauf der Bücher und des Wissens entsteht.

Büchereien stehen heute unter Druck. Noch vor 20 Jahren gab es in Berlin 200 Stadtbüchereien, heute (2017) sind es nur noch 85. Das Personal wurde in den letzten zehn Jahren von 1000 auf 700 Beschäftigte reduziert. Die BücherboXX mit ihren ca. 300 Büchern ist eine andere Art von Bibliothek, eine Straßenbibliothek, die auf dem Prinzip des Findens durch Zufall basiert. Sie ergänzt das Bibliothekswesen wie auch den Buchhandel, macht diese aber nicht überflüssig.

Im Gegenteil:  je mehr Gelegenheit zum Lesen geschaffen wird, desto mehr Nachfrage gibt es in Büchereien (und auch im Buchhandel).

Die Diskussion um die Zukunft der Bibliotheken ist im vollen Gange. Die Nachhaltige BücherboXX wird als Strassenbiliothek in diese Diskussion immer mehr wahrgenommen,  so geschehen  beispielsweise in der vom Deutsche Städte- und Gemeindebund geführten Diskussionsrunde „Neue Bibliotheken braucht das Land“ am 2. Juli 2014  (Foto). Franz-Reinhard Habbel: „Beachtung fand in dieser Diskussion auch das von Konrad Kutt eingebrachte Modell der nachhaltigen und kommunikativen Straßenbibliotheken“ (s Beitrag Habbel). Habbel Bibliotheks-Diskussion

An der Fachhochschule Potsdam wurde bei Professor Hobohm eine bibliothekswissenschaftliche Bachelor-Arbeit mit der Frage geschrieben, ob Bookcrossing und BücherboXXen neue Formen der Bibliotheken sind.

Hier ist die Präsentation zur Bachelorarbeit von Andrea Gärtner als PDF (960 kB).

Bibliotheken schaffen Wissen. Sie sind der Ort der Verbreitung von Wissen. Die von der Zivilgesellschaft betreute und gepflegte BücherboXX kann somit als Beispiel einer „Citizen Science“ gesehen werden. Siehe den Beitrag CitizenScience_EineBegruendung_KonradKutt

Der Kongress der Wirtschaftswoche „Zukunft-Stadt-Kommune“ am 27. 11. 2014 befasste sich auch mit der Zukunft der Büchereien. Die BücherboXX wurde während des Kongresses ausgestellt. Konrad Kutt schrieb in der Sonderververöffentlichung „WirtschaftsWoche Journal“ über „Die BücherboXX als kommunaler Ermöglichungsraum“ und Malu Dreyer, Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz, war begeistert (Foto) und brachte die Idee in ihr Bundesland mit.